In meinen Artikeln "Mobil trotz Blindheit, das ist der Trick" und "Mobil trotz Blindheit, Orientierungshilfen die jeder kennt" hatte ich in der Einleitung geschrieben, dass unsere Welt zum Großteil auf sehende Orientierung ausgerichtet ist. Weiterhin hatte ich in diesen beschrieben, wie es für Blinde wie mich trotzdem möglich ist stets selbstständig zum gewünschten Ziel zu gelangen. Nichts desto trotz ist es immer wieder angenehm mit sehenden Freunden oder Familienmitgliedern unterwegs zu sein.

In diesem Artikel möchte ich genauer darauf eingehen, worauf Begleiter achten sollten, um den gemeinsamen Ausflug angenehm für beide zu gestalten.

Ein großer Stapel Geräte die in meinem SmartHome verbunden werden möchten

Vor über einem Jahr habe ich euch von meinem Wunsch erzählt, meine Wohnung zu automatisieren. Damals berichtete ich euch, welche Möglichkeiten ich mir von einem SmartHome erhoffe und welchen Weg ich dabei gehen wollte. Seit dem hat sich einiges getan. Nach mehrmaligen Hin und Her ist gerade der heutige Tag wie geschaffen, um euch meine Erkenntnisse zu berichten.

Die Braillezeile Alva BC640 im mobilen Einsatz

Bye Bye 2016, Willkommen 2017. Im Zuge des Jahreswechsels bin ich mal wieder alle von mir geschriebenen Beiträge durchgegangen. Hierbei ist mir aufgefallen, dass ich bisher noch nicht über meine Braillezeile berichtet habe. Ich war geschockt! Doch da ich sie beinah täglich nutze, kann ich gleich loslegen den entsprechenden Artikel zu verfassen. Da ich aber weiß, dass viele von euch noch nie etwas von einer Braillezeile gehört haben, möchte ich versuchen in wenigen Worten zu erklären worum es sich hierbei eigentlich handelt.

Meine Apple Watch in Ladestation unterm Weihnachtsbaum

Wie jedes Jahr habe ich mich wieder pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen bei meinen Eltern eingefunden. Als ich mich am 24. gerade vor dem Fernseher niederlassen wollte, um mir die jährliche Dröhnung Weihnachtsmärchen zu gönnen, sprach mein Vater: "Tu dich nicht drücken, wir haben heut noch den Baum zu schmücken!".

Bereits wenige Minuten später standen wir mit Handschuhen und Säge bewaffnet im Garten um die einige Jahre zuvor angepflanzte Tanne zu fällen. Es folgte das Einsetzen in den Ständer, die ingenieursgenaue Ausrichtung im Wohnzimmer und die Beschmückung mit Kugeln, Kerzen und Sternen. Fertig waren die Vorbereitungen für Heiligabend.

Kaum waren wir mit allem fertig, läuteten die Kirchenglocken bereits und so hieß es fertig machen für den Gottesdienst mit schrägem Gesang und dem üblichen Krippenspiel. Wieder zurück zu hause angekommen war der Weihnachtsbaum bereits hell erleuchtet, "Schade, nun haben wir doch wieder einmal den Weihnachtsmann verpasst" 😉 Doch einen Grund zum traurig sein gab es nicht, hatte er doch schließlich unter dem Weihnachtsbaum eine Apple Watch Series 2 liegen lassen.

Ein Bild der aktuellen Bradley

Passend zur Weihnachtszeit gibt es auf die von mir gern genutzte The Bradley 15 Prozent Rabatt. Interessierte geben beim Kauf den Code UNWRAP15 ein. So bekommt man die Armbanduhr bereits für 270€ statt den normalerweise anfallenden 300€.

Ist das die Uhr wert? Meiner Meinung nach ja, man bekommt eine wirklich gute taktile Armbanduhr. Die Uhr ist optisch ein echter Hingucker, lässt sich ausgezeichnet "blind" ablesen und ist ganz nebenbei noch wasserdicht. Ich verwende meine Bradley mittlerweile seit 3 Jahren und kann sie nur jedem der an einer neuen Armbanduhr interessiert ist empfehlen!

Ein Screenshot Der Android Eingabehilfen in den Einstellungen

Wie ich in meinem Artikel zu der Bedienung von TalkBack bereits berichtet hatte wurde in Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" unter den Einstellungen ein neuer Menüpunkt namens "Eingabehilfen" bzw. "Bedienungshilfen" hinzugefügt. Dieser Punkt beinhaltet die System-eigenen Hilfen für Blinde, Sehbehinderte oder anderweitig eingeschränkte Nutzer, wie beispielsweise den Screen Reader TalkBack. Im Laufe der Zeit wurden diese stetig weiter entwickelt. In diesem Artikel möchte ich die Konfigurationsmöglichkeiten dieser Hilfen eingehen. Dabei beziehe ich mich im Allgemeinen auf die "Bedienungshilfen" eines unmodifizierten Android 6.0.1 Systems und im Speziellen auf die unter dem Menüpunkt "Eingabehilfen" zusammengefassten Funktionen, welche auf dem Samsung Galaxy S6 bereit stehen.

Ein Samsung Smartphone mit aktiviertem TalkBack. Auf dem Bild wird gerade eine App ausgewähltEin Samsung Smartphone mit aktiviertem TalkBack. Auf dem Bild wird gerade eine App ausgewählt

Als die ersten Smartphones mit Android auf den Markt kamen gab es noch keine Möglichkeit diese blind zu nutzen. Wenig später und dank des "Eyes Free" Projekts wurden jedoch die Apps SoundBack, KickBack, TalkBack und Accessibilty Preferences entwickelt, welche man nachträglich installieren konnte und dank denen ein in Ansätzen zugängliches Android ermöglicht wurde.

Dies änderte sich mit der Präsentation von Android 4.0. Hier wurde unter anderem in den Einstellungen ein neuer Menüpunkt namens Eingabehilfen integriert, unter dem nun standardmäßig TalkBack zu finden war. TalkBack beinhaltete nun alle Funktionen die zuvor mit den bereits erwähnten vier Apps nachinstalliert werden mussten und dies wurde so von einem Experiment zu dem Android eigenen Screen Reader. Doch Google hat sich anschließend nicht darauf ausgeruht, sondern hat TalkBack ständig weiterentwickelt. So ist es inzwischen möglich ein Android Smartphone als Blinder selbstständig und ohne Hilfe von dritten einzurichten.

Doch wie sieht der Status aktuell konkret aus?

Der Kuscheltierfuchs wie Ihn jedes Neugeborene in Nurzen bekommt

Am 06.11.2016 war es soweit und nach drei Jahren gibt es "Blind.in.Nurzen.de" nicht mehr.... zumindest den Domainnamen. Der Namenswechsel ist mir nicht leicht gefallen, schließlich hatte ich unter diesem Namen etliche treue Leser gewonnen. Doch "Blind.in.Nurzen" suggeriert, dass ich nach wie vor im Örtchen Nurzen lebe. Das ist allerdings nicht der Fall. Schon seit Bestehen des Blogs lebe ich in München und ich bin nur noch gelegentlich zu Besuch in Nurzen.

Ein zerstörtes iPhone 6s muss dem Samsung S6 weichen

Jeder der mich kennt oder hier schon länger mitliest weiß, dass ich alle zwei Jahre liebend gern das Angebot meines Netzanbieters ausnutze und mich für ein neues rabattiertes Smartphone begeistern lasse. Als es vor etwa einem Jahr wieder einmal so weit war und ich mir überlegen musste worauf es mir bei meinem neuem Smartphone so ankommt blieben schlussendlich nur zwei Smartphones übrig. Nach langen überlegen entschied ich damals dafür in der Apple Welt zu bleiben und mir das iPhone 6s statt der Alternative Samsung Galaxy S6 zuzulegen. Immer mal wieder überlegte ich, ob ich die richtige Wahl getroffen hatte.

Anfang diesen Jahres erhielt ich die Möglichkeit das Samsung S6 zu Testen und wie aus meinem Testbericht heraus zu lesen ist war zu diesem Zeitpunkt das iPhone in Sachen Zugänglichkeit klar überlegen. Als ich jedoch vor wenigen Wochen das Vodafone Smart Platinum 7 mit Android 6 getestet hatte stellte ich fest, dass viele der mir negativ aufgefallenen Dinge verbessert wurden und sich Android in Sachen Zugänglichkeit kaum noch von IOS unterscheidet. Die letzten Tage hatte ich nun mehr aus einem unglücklichen Zufall heraus die Gelegenheit das S6 als mein alleiniges Gerät zu testen.

Ein Colaglas am Tischrand

Ich bin mir sicher, jeder ist schon einmal Nachts in der dunklen Wohnung umher gelaufen ohne das Licht einzuschalten. Die meisten werden daher auch wissen, wie schmerzhaft es sein kann, wenn man hierbei den im Raum stehenden Stuhl oder die quer über den Flur verteilten Schuhe vergessen hat. Was viele nicht realisieren ist, dass dies für einen blinden Menschen ein alltägliches Problem darstellt.

Nun habe ich bereits 70 Beiträge für diesen Blog geschrieben, gut einige sind aus verschiedenen Gründen nie veröffentlicht wurden, aber geschrieben habe ich sie dennoch;-) Wie jedem klar ist besteht so ein Beitrag aus vielen Wörtern und aus noch mehr Zeichen und Buchstaben. Alle davon habe ich logischerweise mit einer Tastatur geschrieben. Selbstverständlich möchte ich möglichst schnell meine Gedanken niederschreiben und so muss jede Fingerbewegung optimal sitzen. Das erreicht man normalerweise nur wenn man steht’s ein und dieselbe Tastatur verwendet. Genau hier war jedoch das Problem, denn ich nutze neben der Tastatur meines Laptops noch mein iPad und zusätzlich bei der Arbeit noch einige andere Tastaturen. So stellte sich mir die Frage wie ich es schaffe überall möglichst die gleiche Schreibgeschwindigkeit zu erreichen? Nach einigem Überlegen kam ich auf die Idee einfach jede Tastatur möglichst mit einheitlichen Markierungen zu versehen. Denn wer sagt dass ich auf meiner Tastatur nicht mehr als die beiden Standartmarkierungen auf dem F und J haben darf?

Das Vodafone Smart Platinum 7 beim Einschalten von TalkBack

Es ist jetzt exakt 2 Wochen her, seit dem ich das Vodafone Smart Platinum 7 ausgepackt habe. Dieses Mal hatte ich mir eigentlich vorgenommen schnell einen Test rauszujagen, doch irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, etwas nur oberflächlich zu testen. Nach 1-2 Tagen kann man sich meiner Meinung nach kein richtiges Bild machen. Die Schwächen eines Smartphones tauchen erst nach längerer Nutzung auf. Eine bis zwei Wochen sehe ich als deutlich sinnvoller an.

Doch wie kam es überhaupt dazu? Ihr erinnert euch sicherlich an meinen Artikel bezüglich der richtigen Wahl meines neuem Smartphones, oder? Nicht? Dann mal kurz lesen. Auf jeden Fall schrieb mich ein netter Leser vor kurzem an, ob ich nicht Lust hätte das besagte Smartphone zu testen. Ich sagte natürlich zu. ich habe immer große Lust darauf unterschiedliche Smartphones zu testen und hierbei viel Wert auf die Zugänglichkeit zu legen. Selbstverständlich war ich schon sehr gespannt, zu sehen, was Vodafone hier bietet und so wurde es gleich zu meinem Hauptgerät.

Schriftgröße


Ich mit Blindenstock auf Shoppingtour

Unterstütze mich

Ein Leckerli für Denny,
ein Kaffee für Stephan,
ein Bierchen für beide 😉

(weitere Infos)

Newsletter

Nie wieder einen meiner Artikel verpassen! Keine Werbung, kein Unsinn.