Alma und Denny beim ersten Kennenlernen

Die Zeit fliegt! Bereits vor etwas über einem Monat ist Denny in Rente gegangen und Alma bei mir eingezogen. Und irgendwie fühlt es sich so an, als ob sie schon viel länger da wäre. Ich muss ehrlich sagen, ich kann mir das Leben nicht mehr wirklich ohne sie vorstellen. Dennoch: Einiges hat sich in den letzten Wochen verändert. Zeit also für ein Update. Wie ist der Wechsel zu einer Blindenführhündin wirklich?

Alma im Stadtpark

Hallo, mein Name ist Amfa Alfa Matrix, ihr könnt mich aber Alma nennen. Ich bin seit dem 12. August 2021 Stephans neue Blindenführhündin. Gerade habe ich erst frisch die Ausbildung beendet, da bin ich auch schon bei Stephan im Dienst. Hier stelle ich mich vor und erzähle euch, wie mein Leben bisher verlaufen ist.

Denny in seinem neuem orthopädischen Seniorenbett

Denny ist mittlerweile zehneinhalb Jahre alt und seit genau neun Jahren ist er schon Teil meines Lebens. Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt und wie viele Jahre er bereits mein ständiger Begleiter ist!

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich ihn Anfang 2012 kennengelernt hatte und er sich noch mitten in der Ausbildung zum Blindenführhund befand. Kaum war seine Ausbildung abgeschlossen, verließ er auch schon die Führhundschule und sein gewohntes Umfeld und musste kurz darauf in der Gespannprüfung zeigen was er gelernt hatte. Natürlich musste nicht nur Denny während der Gespannprüfung seine beste Leistung bringen, sondern auch ich musste zeigen, dass wir als eingespieltes Team super zusammenarbeiten.

Doch, "nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung" und so mussten wir auch durch unseren Umzug nach München häufig neue Herausforderungen überwinden. Eine besonders große neue Herausforderung steht uns beiden nun bald bevor.

Denny und ich an einem schönen Tag beim Spaziergang an der Isar

Herrlich. Das Thermometer ist endlich nicht mehr unter dem Gefrierpunkt - die Wege sind wieder schneefrei. Macht Laune. Macht mir bessere Laune. Lockt mich auch aus meiner Wohnung und weg vom PC. Holt mich raus an die frische Luft. Denny schnappen, ab in einen der zahlreichen Münchner Parks oder an die Isar. Hauptsache draußen unterwegs sein.

Dank Corona finden meine üblichen Hundetreffs aktuell nicht mehr statt. Sicher verständlich, doch jeden Tag alleine mit Denny spazieren zu gehen ist nicht gerade meine Traumvorstellung.

Geht es Euch wie Denny und mir? Falls ja, dann habe ich hier ein paar Tipps zusammengefasst, die Denny und mich auch weiterhin dazu animieren größere Runden spazieren zu gehen.

Denny führt mich über einen Gehweg. Bei der Arbeit dürfen Führhunde nicht gestört werden - Das steht sogar gut lesbar auf ihrem Geschirr.

Es gibt Themen die über die Zeit nicht an Wichtigkeit verlieren. Sie werden fast zur Alltäglichkeit und doch ist es wichtig wieder und wieder darüber zu sprechen. Eines dieser Themen ist für mich das Bedürfnis meines Blindenführhundes wärend seiner Arbeit nicht gestört zu werden. Was für Unsereins selbstverständlich erscheint ist in der breiten Masse leider nicht immer so klar. Ein friedlich wirkender Hund mit Geschirr erweckt natürlich Aufmerksamkeit und so kommt es immer mal wieder zu überraschenden "Übergriffen". Neben meinen eigenen Erfahrungen habe ich auch schon des Öfteren von anderen Führhundhaltern dazu Berichte gehört. Aber wieso ist das eigentlich ein Problem und wie geht man mit dem Thema um?

Ich in Ferrari-Rot und Denny mit blauem Leuchtband bei Nacht

Leider werden die Tage wieder kürzer, sodass es morgens vor der Arbeit noch dunkel ist und zum Feierabend bereits wieder dunkel wird. Somit beginnt die Zeit, in der ich jeden beneide, der die eigenen vier Wände nur tagsüber verlassen muss. Wie jeder Hundehalter bin aber auch ich dank Denny nun wieder tagtäglich dazu verdammt frühs vor dem Sonnenaufgang und abends lange nach Sonnenuntergang noch einmal eine Runde mit ihm zu drehen. Zu meinem Bedauern habe ich vor wenigen Tagen gehört, dass wieder ein Hund in der deutlich früher einsetzenden Dämmerung von einem Autofahrer übersehen wurde und dies traurig endete. Damit mir und Denny das nicht passiert habe ich im Laufe der Zeit einige Möglichkeiten entdeckt um besser von Autofahrern und anderen Personen gesehen zu werden.

Ich mit meinem Blindenführhund Denny vor dem ICE Zug "Ilmenau"

Seit vier Jahren ist Denny mein täglicher Begleiter. In dieser Zeit war er als Blindenführhund stets eine große Hilfe und ein guter Freund. Meistens konnte ich mich "blind" auf ihn verlassen. Und doch ist es gar nicht so einfach ihm voll und ganz vertrauen zu können. Manchmal komme ich aber doch in eine Situation, in der ich mich frage, ob er seinen Job richtig macht. Mir fällt dazu folgende Situation ein, in der ich - wenn auch im Nachhinein grundlos - an Denny zweifeln musste.

Die Verbreitung der "Bitten eines Blindenführhundes" ist ausdrücklich erwünscht. Deshalb möchte auch ich Sie hier teilen. Entstanden ist der Text in einer Gruppe Deutscher Führhundehalter.

in meinem vorherigen Beitrag: "Abenteuer eigener Blindenführhund -1- welche Führhundschule ist die richtige?" hatte ich euch bereits ausführlich darüber berichtet warum ich mich dazu entschieden habe mir einen Blindenführhund zuzulegen. Auch bin ich darauf eingegangen wie ich bei meiner Suche nach der für mich richtigen Führhundschule vorgegangen bin. Wer von euch den Artikel bis zum Ende gelesen hat weiß so auch für welche Schule ich mich entschieden habe und dass diese die ganze Arbeit des Beantragens für mich übernommen hat. Nun musste ich also warten bis die Genehmigung bei mir ein Trift und Hoffen das die Krankenkasse nicht noch irgendwelche Bescheinigungen oder Tests von mir verlangt um diese auszustellen.

Am Abend klingelte wie so häufig mein Telefon und die von der Krankenkasse ausgewählte Prüferin rief mich an. Nachdem sie mir mitgeteilt hatte, dass die Prüfung wie gewünscht am kommenden Tag stattfinden kann und wie diese verlaufen wird, hatte sie noch einige Fragen an mich. So wollte Sie wissen wie ich laufen möchte und ob alle Gehorsamsübungen und Hindernisse auf dieser Strecke vorhanden sind die für diese Prüfung notwendig sind. Glücklicherweise war Sie mit allem einverstanden, was sich Kathi und ich überlegt hatten. Anschließend vereinbarten wir das Sie und Kathi wie geplant am kommenden morgen um 10:15 Uhr zu mir kommen und dann die Prüfung beginnt.

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