Alma im Bademantel liegt entspannt im mit Polsterelementen umrandeten Hundesofa

Mit dem Winter in vollem Gange und dem Tag des Blindenführhunds am heutigen 29. Januar rücken die Herausforderungen und Freuden dieser Jahreszeit in den Fokus. Trotz der Kälte, frostigen Temperaturen und an einigen Tagen sogar Schnee, offenbart sich eine tiefgreifende Verbundenheit zwischen Alma und mir. Uns erfreuen nicht nur die täglichen Spaziergänge, sondern auch die gemeinsamen Herausforderungen, denen wir begegnen. Eine dieser Herausforderungen ist, dass Alma täglich gepflegt werden muss. Natürlich war mir dieser Umstand schon bekannt. Als ich damals mit Denny nach München zog durfte ich täglich mit meinem Staubsauger durch die Wohnung springen, um die Unmengen an Haaren und anderen Schmutz zu beseitigen.

Alma und ich in Erprobung des Y-Blindenführhundgeschirr

Alma kam hier im Blog schon ein paar Mal vor. Heute, auf den Tag genau vor zwei Jahren haben wir gemeinsam unsere Gespannprüfung bestanden und diese selbstverständlich auch mit ihrem hier auf dem Blog ebenfalls bereits vorgestellten neuartigen Führgeschirr. Doch wie ich bereits in meinem ausführlichen Testbericht geschrieben habe, kann dieses nicht jeder Führhundhalter in Deutschland kaufen. So war es wenig verwunderlich, dass ich häufiger gefragt wurde warum ich nicht das Führgeschirr von 3dbenefit nutze. Schließlich ist 3dbenefit ein neues deutsches Unternehmen, welches sich zur Aufgabe gemacht hat ein Führgeschirr zu entwickeln, welches ergonomisch für Hund und Halter optimal geeignet sein soll. Das aktuelle Modell nennt sich ganz einfach "Y-Blindenführhundgeschirr" und dieses konnte ich mit Alma in den vergangenen drei Wochen ausgiebig testen. Hier meine subjektive Einschätzung des neuen Führgeschirrs.

Alma führt mich im neuen Ruffwear UniFly Führgeschirr. Im Bild ist das aufgebrachte weiße Leder zu sehen

In vorherigen Artikeln hatte ich von den ersten Monaten und dem ersten Jahr mit Alma berichtet. Heute möchte ich einen eigenen Artikel dem neuartigen Führgeschirr widmen, welches ich seit jeher mit Alma nutze. Da ich weiß, dass viele von euch noch nie etwas von einem Führgeschirr gehört haben, möchte ich versuchen in wenigen Worten zu erklären worum es sich hierbei eigentlich handelt.

Ein Airtag

Es ist Herbst! Ich weiß, einigen unter euch geht es wie mir und sie trauern noch den heißen Sommertagen am See nach. Doch vor einigen Jahren, an einem Tag wie heute, lief Denny während eines Spaziergangs im Olympia Park weg. Kurz zuvor hatten wir einen Bekannten mit seiner Hündin getroffen und die beiden hatten eine Weile gespielt. Als mein Bekannter weiter wollte verabschiedeten wir uns und ich machte mich mit Denny hinter mir herlaufend auf den Heimweg. Ein paar Minuten und etlichen Meter später wollte ich ihn anleinen, doch er war nicht mehr da. Als blindes Herrchen stellt mich eine solche Situation vor echte Probleme.

Ich mit Alma im Führgeschirr, auf Sonntagsrunde im Schlosspark Nymphenburg

Vor einem Jahr hatte ich euch berichtet, dass Alma bei mir eingezogen ist und Dennys Nachfolge angetreten hat. Auch wenn ich mich von Anfang an sehr sicher mit ihr gefühlt habe, gab es so einige Momente, in denen ich Denny vermisst habe.

Alma hatte aber auch besonders große Pfotenstapfen auszufüllen!

Alma und Denny beim ersten Kennenlernen

Die Zeit fliegt! Bereits vor etwas über einem Monat ist Denny in Rente gegangen und Alma bei mir eingezogen. Und irgendwie fühlt es sich so an, als ob sie schon viel länger da wäre. Ich muss ehrlich sagen, ich kann mir das Leben nicht mehr wirklich ohne sie vorstellen. Dennoch: Einiges hat sich in den letzten Wochen verändert. Zeit also für ein Update. Wie ist der Wechsel zu einer Blindenführhündin wirklich?

Alma im Stadtpark

Hallo, mein Name ist Amfa Alfa Matrix, ihr könnt mich aber Alma nennen. Ich bin seit dem 12. August 2021 Stephans neue Blindenführhündin. Gerade habe ich erst frisch die Ausbildung beendet, da bin ich auch schon bei Stephan im Dienst. Hier stelle ich mich vor und erzähle euch, wie mein Leben bisher verlaufen ist.

Denny in seinem neuem orthopädischen Seniorenbett

Denny ist mittlerweile zehneinhalb Jahre alt und seit genau neun Jahren ist er schon Teil meines Lebens. Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt und wie viele Jahre er bereits mein ständiger Begleiter ist!

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich ihn Anfang 2012 kennengelernt hatte und er sich noch mitten in der Ausbildung zum Blindenführhund befand. Kaum war seine Ausbildung abgeschlossen, verließ er auch schon die Führhundschule und sein gewohntes Umfeld und musste kurz darauf in der Gespannprüfung zeigen was er gelernt hatte. Natürlich musste nicht nur Denny während der Gespannprüfung seine beste Leistung bringen, sondern auch ich musste zeigen, dass wir als eingespieltes Team super zusammenarbeiten.

Doch, "nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung" und so mussten wir auch durch unseren Umzug nach München häufig neue Herausforderungen überwinden. Eine besonders große neue Herausforderung steht uns beiden nun bald bevor.

Denny und ich an einem schönen Tag beim Spaziergang an der Isar

Herrlich. Das Thermometer ist endlich nicht mehr unter dem Gefrierpunkt - die Wege sind wieder schneefrei. Macht Laune. Macht mir bessere Laune. Lockt mich auch aus meiner Wohnung und weg vom PC. Holt mich raus an die frische Luft. Denny schnappen, ab in einen der zahlreichen Münchner Parks oder an die Isar. Hauptsache draußen unterwegs sein.

Dank Corona finden meine üblichen Hundetreffs aktuell nicht mehr statt. Sicher verständlich, doch jeden Tag alleine mit Denny spazieren zu gehen ist nicht gerade meine Traumvorstellung.

Geht es Euch wie Denny und mir? Falls ja, dann habe ich hier ein paar Tipps zusammengefasst, die Denny und mich auch weiterhin dazu animieren größere Runden spazieren zu gehen.

Denny führt mich über einen Gehweg. Bei der Arbeit dürfen Führhunde nicht gestört werden - Das steht sogar gut lesbar auf ihrem Geschirr.

Es gibt Themen die über die Zeit nicht an Wichtigkeit verlieren. Sie werden fast zur Alltäglichkeit und doch ist es wichtig wieder und wieder darüber zu sprechen. Eines dieser Themen ist für mich das Bedürfnis meines Blindenführhundes wärend seiner Arbeit nicht gestört zu werden. Was für Unsereins selbstverständlich erscheint ist in der breiten Masse leider nicht immer so klar. Ein friedlich wirkender Hund mit Geschirr erweckt natürlich Aufmerksamkeit und so kommt es immer mal wieder zu überraschenden "Übergriffen". Neben meinen eigenen Erfahrungen habe ich auch schon des Öfteren von anderen Führhundhaltern dazu Berichte gehört. Aber wieso ist das eigentlich ein Problem und wie geht man mit dem Thema um?

Ich in Ferrari-Rot und Denny mit blauem Leuchtband bei Nacht

Leider werden die Tage wieder kürzer, sodass es morgens vor der Arbeit noch dunkel ist und zum Feierabend bereits wieder dunkel wird. Somit beginnt die Zeit, in der ich jeden beneide, der die eigenen vier Wände nur tagsüber verlassen muss. Wie jeder Hundehalter bin aber auch ich dank Denny nun wieder tagtäglich dazu verdammt frühs vor dem Sonnenaufgang und abends lange nach Sonnenuntergang noch einmal eine Runde mit ihm zu drehen. Zu meinem Bedauern habe ich vor wenigen Tagen gehört, dass wieder ein Hund in der deutlich früher einsetzenden Dämmerung von einem Autofahrer übersehen wurde und dies traurig endete. Damit mir und Denny das nicht passiert habe ich im Laufe der Zeit einige Möglichkeiten entdeckt um besser von Autofahrern und anderen Personen gesehen zu werden.

Ich mit meinem Blindenführhund Denny vor dem ICE Zug "Ilmenau"

Seit vier Jahren ist Denny mein täglicher Begleiter. In dieser Zeit war er als Blindenführhund stets eine große Hilfe und ein guter Freund. Meistens konnte ich mich "blind" auf ihn verlassen. Und doch ist es gar nicht so einfach ihm voll und ganz vertrauen zu können. Manchmal komme ich aber doch in eine Situation, in der ich mich frage, ob er seinen Job richtig macht. Mir fällt dazu folgende Situation ein, in der ich - wenn auch im Nachhinein grundlos - an Denny zweifeln musste.

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