Vor einem Jahr hatte ich euch berichtet, dass Alma bei mir eingezogen ist und Dennys Nachfolge angetreten hat. Auch wenn ich mich von Anfang an sehr sicher mit ihr gefühlt habe, gab es so einige Momente, in denen ich Denny vermisst habe.

Alma hatte aber auch besonders große Pfotenstapfen auszufüllen!

Wie ich in Abenteuer zweiter Blindenführhund - die ersten Wochen mit Alma bereits erzählte, war die Umstellung auf einen neuen jungen Hund von einigen Überraschungen begleitet. Nach und nach habe ich aber gemerkt, dass ich immer ruhiger wurde und mich voll und ganz auf Alma verlassen konnte. Seit der Ausbildung hat Alma ihren Job das letzte Jahr exzellent ausgeübt. Jeden Tag hilft sie mir, meine täglichen Wege - egal ob komplett zu Fuß oder mit Bus und Bahn - sicher zu absolvieren. Sie hat sich sofort an Wege gewöhnt, welche wir wärend der Einarbeitung mit ihren Trainern nicht geübt haben, und mich auch dort sicher geleitet. Viele Leute sehen sich um und staunen, wie souverän Alma mich führt.

Bei der Arbeit ist sie eine „feste Mitarbeiterin“. Ganz normal im Büro oder bei Besprechungen: Alma ist überall dabei. Bei letzteren wirkt sie auch auf die Kollegen sehr beruhigend und nimmt aus mancher hitzigen Debatte die Spannung. Egal wie stressig oder lang mein Arbeitstag ist, Alma wartet geduldig und entspannt auf den Feierabend. Dann geht es erstmal wieder nach Hause. Doch hier bleiben wir häufig nicht lange, denn wie jeder von euch habe auch ich in meiner Freizeit viel zu erledigen. So muss auch ich gelegentlich Einkaufen, zum Arzt und andere kleine Wege des Lebens absolvieren. Hierbei begleitet mich Alma selbstverständlich genauso, wie zu Treffen mit Freunden, zu Veranstaltungen des BBSB oder ins Fitnessstudio.

Am Wochenende hat Alma frei und darf in ihrer Freizeit Hund sein: einfach auf dem Balkon liegen, mit dem Ball spielen oder von meiner Freundin und mir abwechselnd gekuschelt werden. Das genießt sie sehr. Dieser Ausgleich ist für einen Blindenführhund sehr wichtig, auch wenn Alma ihren Job auch dann nicht ganz vergessen kann. Wenn meine normal sehende Freundin mit ihr Gassi geht, zeigt sie begeistert und ohne Aufforderung jede Ampel, Bank etc. an.

Wir sind jeden Tag auf Tour. Es ist einfach wunderbar!

Kommentare  

Gerade am Anfang kann ich mir gut vorstellen, dass es ungewohnt war... man muss sich ja doch erst aufeinander einlassen und gewöhnen. Aber es freut mich, dass es sich gut gefügt habt - ihr scheint ein tolles Team zu sein! Bin schon gespannt, wie es mit euch weiter geht. :) LG, Vici
Ich kann mir schon vorstellen, dass es eine große Umstellung für dich war! Jedes Tier ist ein eigener Charakter und Denny wird dich sicher genauso vermissen, wie du ihn! Aber du hattest ja geschrieben, warum es sinnvoll war, einen jüngeren Hund zu wählen und mit Alma scheint es doch super zu klappen! Ich wünsche Euch noch eine tolle gemeinsame Zeit! LIebe Grüße Jana
Ich habe schon häufig erlebt, dass ein Blindenführhund eine absolute Bereicherung für blinde Menschen ist! Toll, dass Du diese Möglichkeit hast und schon sehr routiniert darin bist. Ihr seid ein tolles Team! Ich wünsche Dir noch ganz viel Spaß mit Alma. Liebe Grüße, Bea.

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