Mobil trotz Blindheit – Mein Orientierungs- und Mobilitätstraining mit dem Blindenstock
Es gibt Momente, die ein Leben in zwei Hälften teilen. Für mich war das der 08. August 2006 um 09:43 Uhr. Quietschende Reifen. Kreischendes Metall. Dann nichts mehr. Davor war ich sehend, ständig in Bewegung, immer zu schnell unterwegs. Danach nur noch Dunkelheit. Keine Konturen. Keine Farben. Kein „da vorne ist noch Platz“. Und die eine bohrende Frage, die mich wochenlang nicht losließ: Wie zur Hölle geht man weiter, wenn man nichts mehr sieht? Diese Frage hat mich wochenlang begleitet und sie ist der eigentliche Anfang dieser Geschichte. Heute möchte ich euch erzählen, wie ich überhaupt erst gelernt habe, mit dem Blindenstock umzugehen und warum ich ihn am Anfang gehasst habe.





