In meinen vorherigen Beiträgen habe ich euch darüber berichtet, wie man die richtige Schule bzw. Trainer für die Ausbildung des eigenen Blindenführhundes findet und wie ich die Genemigung meiner Krankenkasse abgewartet habe, während ich mich bereits mit der Trainerin traf, um meinen zukünftigen Blindenführhund kennenzulernen. Nun möchte ich euch von den ersten Tagen und dem Beginn des Trainings mit meinem neuen Begleiter Denny erzählen.

In meinen letzten Beiträgen habe ich euch mit auf die Reise genommen, wie ich meinen Weg zu einem Blindenführhund gefunden habe. Ich hatte euch berichtet, wie ich die für mich richtige Führhundschule gefunden habe und die ersten aufregenden Tage mit meinem treuen Begleiter Denny. Doch das Abenteuer endet nicht hier. Am Ende einer intensiven Einarbeitung steht eine große Herausforderung: die Prüfung. In diesem Beitrag möchte ich euch von diesem entscheidenden Tag erzählen – von den Vorbereitungen, der Nervosität und dem Moment, in dem sich alles auszahlt.

Bereits kurz nach dem ich Erblindet bin hatte ich kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt mir einen Blindenführhund zuzulegen. Da ich jedoch erst einmal mit der neuen Situation klarkommen musste und anschließend eine Berufliche Neuorientierung im BFW Würzburg an stand habe ich den Gedanken wieder verworfen. 5 Jahre später hatte ich mich dann an mein neues Leben gewöhnt, war mit Blindenlangstock selbstständig mobil und meine Umschulung zum Informatikkaufmann erfolgreich abgeschlossen. Nun war für mich klar es wird Zeit mir einen Blindenführhund zuzulegen.

Der Tacit auf meiner Hand

Es gibt eine Vielzahl an Methoden, wie sich Blinde in der Welt zurechtfinden. Der Blindenstock ist das am häufigsten verwendete Hilfsmittel, um sich fortzubewegen. Aber gibt es in unserer modernen Gesellschaft keine elegantere Methode? Diese Frage stellte ich mir bereits kurz nach meiner Erblindung, als ich das erste Mal einen Blindenstock benutzte. Vor kurzem stieß ich dann auf eine meiner Meinung nach sehr interessante Erfindung: den TaCit-Ultraschall-Handschuh.

Das alte Nokia Handy

Als vor kurzem die Verlängerung meines Handyvertrages anstand und mein aktuelles Nokia mit Mobile Speak aus dem letzten Loch pfiff nutzte ich die Chance dem drohenden Geräteausfall entgegen zu wirken. Nicht weiter verwunderlich informierte ich mich welche Handys es gerade so auf dem Markt gibt, denn Nokia hatte die letzten Jahre immer ein Flagschiff pressentiert und weitere Leistungstechnisch identische, jedoch für mich interessantere Modelle. Auch schaute ich mir die aktuellen Handys anderer Hersteller an, denn mitlerweile sind Smartphones ja groß im kommen und bei meiner Entscheidung für Mobile Speak hatte ich bereits darauf geachtet einen Screenreader zu kaufen der nicht nur auf Symbian läuft. Für welches Gerät ich mich entschieden habe und ob ich meine Wahl bereut habe erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Ich war lange davon genervt dass es unter JAWS keine Möglichkeit gibt Beim zeichenweisen lesen die Großbuchstaben nicht als z.B. "Groß B" ansagen zu lassen. Selbst nach Kontrolle aller Einstellmöglichkeiten in jedem der zahlreich vorhandenen Untermenüs des JAWS-Einstellmenüs war diese Möglichkeit nicht auffindbar. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht so schnell aufgebe bevor ich eine Lösung für das Problem gefunden habe. So war es auch in diesem Fall, da ich nicht mehr weiter wusste und eine Recherche im Internet mir auch kein zufriedenstellendes Ergebnis liefern konnte kontaktierte ich Freedom Scientific. Wenige Tage später erhielt ich folgende Lösung.

Irgendwie tue ich mich schwer mit einem Beitrag zum Blindenstock. Ein Blindenstock, da ist meiner Meinung nach nicht viel Individuelles dran. Einen Beitrag wie er schon zu Hauf im Internet zu finden ist, was ein Blindenstock eigentlich ist etc. wollte ich nicht schreiben. Doch ganz weg lassen konnte ich diesen Teil auch nicht... So habe ich den allgemeinen Teil geschrieben und mit meinen Eigenen Erfahrungen und warum ich mich für welchen meiner Stöcke entschieden habe erweitert. Selbstverständlich verschweige ich auch nicht, was die Vor- und Nachteile dieser sind.

Als blinder Mensch stehe ich oft vor der Herausforderung, meine Kleidung richtig zu identifizieren. Ich habe für alle möglichen Situationen unterschiedliche Kleidungsstücke. Doch woher weiß ich, welches T-Shirt, Hemd oder welche Hose ich gerade aus dem Kleiderschrank, der Waschmaschine oder aus dem Rucksack hole? Natürlich kann ich ein Shirt anhand der Form von einem Hemd oder einer Hose unterscheiden. Aber woher soll ich wissen, ob es sich bei diesem Shirt um das gelbe Shirt handelt, das ich immer im Fitnessstudio trage, oder um das blaue, das ich bei Gartenarbeiten anziehe? Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Tricks entwickelt, mit denen ich dieses Problem elegant lösen konnte. Hier habe ich diese kurz zusammengefasst:

Portraitaufnahme vor Bergpanorama, die Brille sitzt

Ich wurde bereits häufiger von Leuten gefragt weshalb alle Blinde Menschen bei egal welchem Wetter eine Sonnenbrille tragen. Selbstverständlich stimmt die Aussage das alle Blinde eine Sonnenbrille tragen so nicht ganz, jedoch tragen wirklich aus vielen guten Gründen Blinde und Sehbehinderte Menschen häufiger eine Sonnenbrille als andere Menschen.

Farberkennung im Einsatz, auf der Suche nach dem blauen T-Shirt

Da ich blind bin kann ich leider keine Farben erkennen und deshalb musste ich mir überlegen wie ich dieses Problem am schlausten löse. Wenn ich nur hätte wissen wollen welche Farben meine Anziehsachen haben dann hätte ich mir ein solches nicht kaufen müssen denn an diesen kann man sich ja ganz einfach Markierungen mit Hilfe von verschiedenen Knöpfen machen oder sich sonst etwas überlegen. Da ich jedoch auch bei anderen Dingen gerne wissen würde welche Farben die Gegenstände haben, gab es nur diese Möglichkeit um selbstständig und zuverlässig diese auszumachen. Also informierte ich mich darüber welche Möglichkeiten mir da offenstehen und stellte fest, dass es gleich mehrere gibt.

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