Dann war es endlich soweit und die Trainerin fuhr mit Denni bei mir vor und nachdem ich erst die Trainerin begrüßt hatte und diese anschließend Denni aus dem Auto gelassen hatte konnte es dann langsam mit der Einarbeitung beginnen.

 

Erst einmal hat Sie mir alles Mögliche was ich so generell über Blindenführhunde wissen muss erläutert und das Führhundgeschirr in der Länge so angepasst das dieses die optimale Länge von Denni zu mir hat und es so möglich wurde dass wir unverkrampft laufen können. Dann stellte Sie mir noch einige Fragen zum Beispiel ob ich mir schon überlegt habe welche Wege ich mit Denni ganz besonders häufig laufen werde und wir diese daher in unserem Gemeinsamen Training stärker integrieren sollten, ob ich mir überlegt habe wo ich Ihn füttern werde, wo er schlafen soll und ob ich bereits ein Körbchen für Ihn besorgt habe. Diese Fragen waren alle sehr schnell beantwortet, da ich mir dies alles schon überlegt hatte, nur das Körbchen hatte ich noch nicht besorgt, als ich dies sagte fragte Sie warum ich noch keins gekauft habe und wo er die kommenden Nächte schlafen soll denn es sei besser wenn er gleich seinen festen Platz zum Schlafen hat. Dies verwirrte mich denn ich dachte das Sie Denni die Anfangszeit nur täglich zum Training mit zu mir bringt und die beiden abends also nach dem Training wieder zurück in die Blindenführhundschule fahren, doch das war nicht so und da Sie dachte das mir dies bereits klar war hatte sie nicht extra darauf hingewiesen. Weiterhin erklärte Sie mir das es nicht so gut für das Gemeinschaftsgefühl des Hundes ist wenn dieser abends immer wieder mit zu Ihr fährt und dieser mich nur tagsüber zum Training sieht, dies erschien mir logisch und nach kurzem Überlegen schlug ich vor das ich Denni doch solange ich das Körbchen noch nicht habe einfach ein paar Decken hinlegen könnte auf denen er bequem schlafen kann. Mit diesem Vorschlag war Sie einverstanden, doch schlug sie vor das Sie mir am kommenden Tag einfach das Körbchen mitbringen könnte in dem er bis jetzt bei Ihr geschlafen hat und mir dieses borgt bis ich mir selber eins gekauft habe, Diese Idee fand ich auch sehr gut denn dann kann ich mir dieses einmal anschauen und wenn es mir zusagt dasselbe für Ihn anschaffen. Nachdem dies nun alles klar war machten wir uns daran das ich es lerne mit Denni richtig laufen zu lernen bzw. mich von Denni richtig führen zu lassen und Ihm immer die richtigen Befehle zu geben. So ließ ich mir von Ihm Höhenhindernisse anzeigen mich zu Zebrastreifen führen, Bushaltestellen anzeigen, einen freien Sitzplatz auf einer Bank anzeigen und den Briefkasten suchen um nur einige Beispiele zu nennen. Dann war leider der erste Trainingstag schon wieder vorbei und wir verabredeten das Sie am kommenden Tag wieder zur selben Zeit bei mir vorbei kommt und wir dann gemeinsam in die Stadt fahren um da alle weiteren Dinge zu üben die wir so können müssen. So fuhr Sie heim und ließ Denni und mich alleine, doch nachdem ich Denni sein Abendessen gegeben hatte und noch eine kurze Runde durch das Feld mit ihm gedreht hatte in der er selbstverständlich Freizeit hatte also mich nicht führen musste sondern sich seine neue Umgebung anschauen konnte , war er dann auch so müde dass er die erste Nacht gut geschlafen hat. Am kommenden Tag kam die Trainerin dann pünktlich und brachte auch wie versprochen dem Körbchen mit in dem Er bis auf die letzte Nacht immer geschlafen hatte. Nachdem ich dieses schnell an den Platz gelegt hatte wo er immer schlafen soll und Ihr noch erzählt hatte was wir so gemacht haben nachdem sie weggefahren ist, ließ ich mich von Denni zur Bushaltestelle führen um mit dem Bus nach Erfurt zu fahren. Dies war total lustig denn der Busfahrer war im ersten Moment total erschrocken da er nichts davon wusste das ich einen solchen Hund habe, nachdem ich diesen kurz aufgeklärt hatte und Denni mir super einen freien Sitzplatz anzeigte konnte die Fahrt dann endlich losgehen. In Erfurt angekommen trainierten wir dann viele unterschiedliche Sachen wie z.B. ein und aussteigen in Straßenbahnen und Bussen, überqueren von Kreuzungen, anzeigen von Ampeln, Schaltern, Eingängen, Treppen, Aufzügen und Sitzbänken, ach und natürlich ließen wir Denni noch alle Sachen verweigern die er verweigern können muss. Dann trainierten Wir noch den Weg in mein Fitnessstudio in das ich mehrmals die Woche gehe und noch die wichtigsten Wege die ich so in Erfurt gehen muss wie die Wege zu den verschiedenen Ärzten usw. Diese ganzen Übungen und Wege trainierten wir noch die ganze restliche Einarbeitungszeit, nur das ich nach dem dritten Tag sagte das ich nicht mehr möchte das Sie täglich erst zu mir nachhause kommt um dann anschließend wieder mit uns in die Stadt zu fahren, denn ich war der Meinung das wir dies auch schon alleine hinbekommen. da Denni und ich gut zusammen arbeiteten war Sie damit einverstanden und wir verabredeten dass wir uns bei dem Fitnessstudio in dem ich trainieren gehe treffen, denn so habe ich die Möglichkeit unser Training gleich mit diesem zu verbinden. Da Denni und ich von Tag zu Tag besser wurden besprachen wir recht Zeitig wann wir die Gespannprüfung ablegen, wer der Prüfer sein wird und vor allem in welchem Weg alle Hindernisse vorhanden sind die geprüft werden müssen. Anschließend Trainierten wir neben den restlichen Wegen beinah täglich diese Strecke und alle damit verbundenen Hindernisse, nur am letzten Tag vor der Prüfung machten wir keine großartigen Übungen mehr denn Denni und ich waren bereits ein gutes Team geworden. Das einzige das mir an diesem Tag die Laune etwas verdarb war das die Krankenkasse aus irgendwelchen Gründen noch immer nicht die Genehmigung an die Prüferin gesandt hat dass Sie die Prüfung bei uns abnehmen darf und wir daher noch nicht wussten ob die Prüfung nun am kommenden Tag ist oder nicht. Doch am Abend wurde ich dann endlich von dieser Sorge erlöst denn die Prüferin rief mich an und teilte mir mit das Sie die Genehmigung soeben per Fax erhalten hat und wir die Prüfung nun wie geplant machen können.

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