Während meines Umzugs nach München und dem Einrichten meiner Küche kam mir natürlich auch der Gedanke nach der Kaffeemaschine, welche mir in Zukunft meinen täglichen Morgenkaffee brühen solle. Ein guter Morgenkaffee ist für mich genauso wichtig wie für einen Raucher seine erste Zigarette. Klar könnte ich auch ohne Kaffee in den Tag starten, aber ich lasse mir von niemanden meine Sucht verderben! :-)

Ich suchte nach einem Gerät, mit dem ich schnell und unkompliziert Kaffee oder ähnliche Getränke zubereiten kann. Somit fiel die Filtermaschine wie auch der Vollautomat weg. Eine Filtermaschine ist sehr nützlich wenn man mehrere Tassen Kaffee brühen möchte und ein Vollautomat ist für meine einfachen Ansprüche schlichtweg zu teuer. Die Vor- und Nachbereitungen sind bei beiden Arten nicht gering. Ich habe mich also auf die unterschiedlichen Kapsel- und Padmaschinen konzentriert. Zu meinem Bedauern waren hier das Internet und die darin massig findbaren Tests keine wirkliche Hilfe. Jeder Mensch legt besonderen Wert auf andere Eigenschaften. So ist manchen das kompakte schicke Design wichtig, andere wie ich sind vor allem an der Qualität des Endergebnisses interessiert. Mir blieb keine andere Wahl als einige Maschinen einfach selbst zu testen.

Nachdem ich mir ein paar Maschinen angesehen hatte ergaben sich zwei Favoriten. Zum einem die Philips Senseo HD7812/50 und auf der anderen Seite die Tchibo Cafissimo Classic. Da ich mich nicht entscheiden konnte habe ich einfach beide Maschinen gekauft :-) In diesem Artikel soll es allerdings um die Philips Senseo HD7812/50 gehen.

Mit diesem Modell habe ich mich für das Basismodell unter den Senseo Kaffeepadmaschinen entschieden. Bei ihr hat Philips nur das Notwendigste verbaut und auf alle Zusatz Features verzichtet. Durch das Weglassen von Milchaufschäumer usw. konnte der Preis auf rund 50 Euro gesenkt werden. Es wurde jedoch nicht nur auf den Milchaufschäumer verzichtet, sondern auch auf eine automatische Spülung des Kaffeekreislaufs und eine notwendige Entkalkungsanzeige. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man die Maschine nicht reinigen kann. Durch das gleichzeitige Drücken beider Tasten für die beiden Kaffeemengen kann man diesen Vorgang manuell starten. Doch ich greife vor.

Die Verarbeitung und der Aufbau

Jetzt kann man sich selbstverständlich auch die Frage stellen, ob Philips vielleicht nicht nur an den Zusatz-Features gespart hat sondern auch an der Verarbeitungsqualität. Hier habe ich den Eindruck, dass nicht gespart wurde, sondern die Qualität im Vergleich zu etlichen anderen Senseo Modellen identisch ist. Durch das Reduzieren auf das Wesentliche konnte die Maschine recht klein aufgebaut werden wodurch sie wirklich in jeder Ecke meiner Küche aufgestellt werden konnte. Da ich jedoch bereits wusste an welcher Stelle sie ihren Platz finden würde hatte ich sie mir gleich in einer passenden Farbe bestellt. Hier muss man jedoch aufpassen, denn manche Farben können einen Preisunterschied von bis zu 20 Euro ausmachen. Auch muss man bei der Wahl der richtigen Stellfläche bedenken, dass der Wassertank nach hinten zu entnehmen ist wodurch nicht jeder Platz optimal geeignet ist. Vor allem da der Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 0,75Liter, was gerade einmal für bis zu 4 Tassen Kaffee reicht, sehr häufig befüllt werden muss. Auch der Kaffeeauslauf kann nicht individuell geregelt werden, wodurch gerade einmal Tassen mit einer Maximalhöhe von 9cm verwendet werden können.

Die Bedienung

Die Bedienung ist, auch dank der rudimentären Ausstattung, kinderleicht. Ein Knopfdruck auf den mittleren der nur drei vorhandenen Knöpfe dient zum Einschalten und die Status-LED beginnt langsam zu blinken. Nach ungefähr 30 Sekunden ist das Wasser auf Temperatur gebracht und die LED zeigt durch dauerhaftes leuchten an das sie bereit für den Brühvorgang ist. In der Wartezeit kann man in Ruhe das Kaffeepad einlegen. Eines für eine kleine, zwei für eine große Tasse. Anschließend muss man nur noch durch das Drücken einer der beiden Tasten links und rechts vom Einschaltknopf auswählen ob man eine kleine oder große Tasse brühen möchte und so auch gleich den Brühvorgang starten. Das war’s! Mehr gilt es im täglichen Betrieb tatsächlich nicht zu beachten. Wer jetzt befürchtet dass sich der simple Aufbau negativ auf den Geschmack des Kaffees auswirkt den kann ich beruhigen, die Brüheinheit brüht keinen besseren oder schlechteren Kaffee als ein anderes Senseomodell. Der Kaffeegeschmack hängt ganz alleine von den verwendeten Kaffeepads ab, die es zahlreich von etlichen Kaffeeherstellern zu kaufen gibt. So hatte ich bei meinem Test der unterschiedlichen Kaffeemaschinen meist nur die Pads oder Kapseln von dem jeweiligen Maschinenhersteller ausprobiert. Dies musste ich so machen da leider viele Kapselmaschinen nur mit den Kaffeekapseln des Maschinenherstellers funktionieren. Da es der Senseo jedoch egal ist von welchem Hersteller die Kaffeepads stammen kaufte ich nach erwerb dieser etliche unterschiedliche Pads um die für mich besten zu finden. Nachdem ich alle getestet hatte fiel mir auf das mir der Kaffee aus den Kaffeepads von Jakobs deutlich besser schmeckt als der Senseo Standard Kaffee. Da ich jedoch häufig Besuch bekomme und diesem teilweise Kaffee eines anderen Herstellers besser schmeckt habe ich steht’s unterschiedliche Kaffeepads zur Auswahl. Damit die Pads jedoch nicht an Geschmack verlieren bewahre ich sie nach dem Öffnen der Luftdichten Verpackung immer in ebenfalls Luftdichten Blechdosen auf. Ein weiterer Vorteil der Senseo Maschinen zu einigen anderen Maschinen ist auch dass es auch möglich ist sich schnell eine Tasse heißes Wasser aus ihr heraus zu lassen um sich z.B. eine Tasse Tee oder auch löslichen Kaffee, Cappuccino usw. machen zu können.

Die Reinigung

Aufgrund des wirklich simplen Aufbaus ist die Reinigung genau so unkompliziert möglich. Ich habe mir angewöhnt die abnehmbaren Teile nach jedem Kaffeekochen schnell unter dem Wasserhahn zu putzen und alle vier Wochen den Kaffeekreislauf zu spülen. Den Spülvorgang startet man wie bereits erwähnt durch gleichzeitiges drücken der beiden Tasten Links und rechts vom Einschaltknopf. Dann lasse ich aufgrund des sehr kalkhaltigen Münchner Wassers alle drei Monate ein Entkalker-Wasser-Gemisch durch die Maschine laufen und das reicht um die Maschine stets in optimalen Zustand verwenden zu können.

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