Als vor vier Jahren Deutschland die Fußball Weltmeisterschaft gewonnen hatte gab es kaum ein Spiel, welches ich nicht gemeinsam mit Freunden verfolgt habe. Selbstverständlich wurde jedes Mal ein Grill aufgestellt und Thüringer Bratwürste und Brätel landeten auf dem Rost.

Mich hat es bekanntlicher Weise nach München und somit weit weg von alten Freunden und guten Thüringer Bratwürsten verschlagen. Das soll mich jedoch nicht davon abhalten auch diesen Sommer wieder den Grill anzuwerfen. Da ein eigener Garten in München Mangelware ist und zu meinem Bedauern auf meinem Balkon weder Holzkohlegrill noch Gasgrill erlaubt sind, verblieb mir die Möglichkeit einen Elektrogrill zu kaufen.

Auf der Suche nach einem brauchbaren Elektrogrill

Als ich im Freundes- und Bekanntenkreis von meinem Problem berichtete hat mir ein Bekannter den Elektrogrill Tefal OptiGrill GC702D empfohlen. Er gab mir diesen Tipp, da es sich bei diesem nicht um einen normalen Elektrogrill, sondern um einen Kontaktgrill handelt. Der große Vorteil an so einen Grill ist, dass die Hitze nicht nur von unten sondern auch von oben kommt, wodurch das rechtzeitige Wenden, um das Grillgut gleichmäßig zu garen, entfällt. Ein weiterer und für mich ausschlaggebender Vorteil des OptiGrills war, dass er durch Töne signalisiert welcher Garzustand erreicht wurde. Beide Punkte waren für mich ein klares Kaufargument.

Jeder der bereits Grillerfahrung hat weiß, wie schwer es ist das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Blind ist das noch einmal deutlich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich. Mit der Hilfe des intelligenten Elektrogrills erhoffe ich mir diese Möglichkeit wieder zu eröffnen.

Aufbau und sonstige Eigenschaften

Der OptiGrill von Tefal wirkt sehr robust und stabil gebaut. Diesen Eindruck habe ich, da das rechteckige Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl besteht und auf etwa 5 cm niedrigen, jedoch dicken plastiküberzogenen Beinen sicher steht. Ebenso stabil wirkt der Griff mit dem man die obere Grillfläche anheben kann.

Auf dem Griff findet man außerdem gut ertastbaren Bedientasten. Hier sind von links nach rechts zu nennen: der Ein- und Ausschalter, eine Taste zum auftauen, je eine Tasten für die sechs verschiedenen Lebensmittel-Modi (Burger, Geflügel, Sandwich, Bratwurst, Steak, Fisch), die Manual Taste und ganz rechts schließlich die Bestätigungs- oder Starttaste. Rechts neben den Tasten befindet sich noch zusätzlich ein Lichtindikator, doch dazu später mehr.

Nach dem Öffnen sieht man die beiden aus Teflon hergestellten Grillplatten die mit ihrer Größe von jeweils 33 x 20 cm groß genug für Grillgut für zwei Personen sein sollte. Die untere Grillplatte ist leicht nach unten geneigt, was den Effekt hat, dass das überschüssiges Fett in den zusätzlich vor den Grillplatten liegenden Auffangbehälter fließen kann. Weiterhin sieht man jeweils links neben den Grillplatten einen länglich geformten Taster, diese ermöglichen die beiden Platten nach dem Grillen abzunehmen, um diese genau wie den Auffangbehälter reinigen zu können. Aus der Rückseite kommt nur das 0,8 Meter lange Stromkabel.

Der Grill wird in einer sehr schlicht gehaltenen jedoch stabilen Kiste geliefert, welche einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck machte. Weiterhin befand sich in dieser Kiste noch das Handbuch, eine digitale Version existiert natürlich ebenso: Tefal OptiGrill Handbuch.

Die Inbetriebnahme

Bevor ich mit dem Grillen beginnen konnte, nutzte ich die Möglichkeit die Grillplatten abzunehmen und reinigte diese sowie den Auffangbehälter einmal gründlich. Anschließend klipste ich die Platten wieder ein positionierte den Grill, den ich zu diesem Zeitpunkt bereits auf den Namen "Monica" taufte, auf meinem Balkontisch und steckte den Stecker in die Steckdose. Doch bevor es losgehen konnte musste ich erst noch bei dem Fleischdealer meines Vertrauens vorbeischauen um mir ausreichend Steakfleisch für einen aussagekräftigen Test zu holen.

Wie grillt "Monica"?

Ich ging bei der Inbetriebnahme wie im Handbuch beschrieben vor. Nachdem ich "Monica" über den Ein-/Ausschalter auf dem Griff eingeschaltet hatte sollten die 6 verschiedenen Lebensmitteltasten abwechselnd blinken. Ich konnte das selbst nicht nachvollziehen, konnte es mir später aber von einem Freund bestätigen lassen. Nun musste ich den gewünschten Modus wählen. Ich drückte also zunächst die Steak Taste und anschließend die Start Taste. Kurz gesagt drückte ich also nacheinander die am weitesten links befindliche Taste, dann eine der mittleren, und zuletzt die ganz rechte Taste. Ich überlege mir zwei-drei der Modus-Tasten zu markieren, so sollte auch die Bedienung im nächsten Jahr wieder aus dem Gedächtnis klappen.

Nach jedem Drücken einer Taste war ein Ton zu hören, ein solch eindeutiges Feedback ist immer wichtig. Anschließend hieß es warten, bis der Aufheizvorgang beendet ist. Dies wird durch den Lichtindikator visuell, aber auch akustisch begleitet. Sobald der Signalton ertönte und der Lichtindikator blinkt hatte der Grill die Grillplatten entsprechend zum Grillen von Steaks vorgeheizt.

Nun musste ich mittels des Griffs den Deckel mit der oberen Grillplatte öffnen und zwei Steaks auf die untere Grillplatte auflegen. Nachdem ich beide optimal positioniert hatte, habe ich wieder mit Hilfe des Griffs den Deckel geschlossen um erneut zu warten. Für diese Arbeit empfehle ich eine Grillzange aus Holz, wie man sie überall kaufen kann.

Anschließend misst der Grill über einen optischen Indikator die Dicke des Fleisches um entsprechend die Gardauer festzulegen. Wenn dies erfolgreich beendet wurde ertönen zwei kurze Töne. Der Grillvorgang ist im Gange und sobald das Fleisch den Garstufe Blutig erreicht ertönt erneut ein Signalton, ebenso bei Medium und Durch. Alles was der Nutzer zu tun hat ist, im gewünschten Moment das Fleisch zu entnehmen.

Wer wie ich sein Steak gern Durch mag, kann den Grill auch problemlos unbeobachtet seine Arbeit verrichten lassen, denn Tefal hat dem OptiGrill eine coole Funktion spendiert. Nach dem Erreichen der Durch Garstufe schaltet er für 30 Minuten die Warmhaltefunktion an und alle paar Minuten ertönt ein Erinnerungs-Signalton.

Mein vorläufiges Fazit

Mit dem Elektrogrill OptiGrill GC702D macht Tefal einiges richtig. Die Maschine kommt in einem angenehm edlen Gewand daher und dank seiner geringen Größe passt sie super auf meinen Balkon, als auch bei schlechten Wetter in meine Küche. Das Grillen von Steaks funktioniert kinderleicht und es fällt mir schwer einen Kritikpunkt zu entdecken. Auch die Reinigung geht schnell und einfach vonstatten und abgesehen davon dass das Stromkabel in manchen Situationen vielleicht etwas kurz geraten ist, gibt es wenig zu meckern.

Ich werde in den kommenden Wochen, während den hoffentlich zahlreich erfolgreichen deutschen Spielen, Monica ausgiebig testen. Hierbei werde ich auch probieren, ob ihr meine heiß geliebten Thüringer Bratwürste, Geflügel, Fisch, Burger und auch Sandwichs so gut gelingen wie die heute gebratenen Steaks.

Den Grill gibt es übrigens auch noch in einer XL Version mit größeren Grillplatten, sodass ausreichend Platz für Grillgut für bis zu vier Personen sein sollte. Was sagt ihr dazu? Nutzt ihr bereits andere Elektrogrills die ebenfalls gut für Blinde bedienbar sind?

Kommentare  

Gabriele Bender
#1 Gabriele Bender 2018-07-04 11:05
hi Stephan, das ist eine tolle Nachricht, dass es in der heutigen Zeit ein Gerät gibt, dass wirklich ohne ein großes Anfertigen von Listen zur Bedienung von diesem, von unserem Personenkreis einfach zu bedienen ist. Wir haben einen Kontaktgrill, der allerdings für mich nicht bedienbar ist, was aber auch bewusst so gewollt ist, da Kochen überhaupt nicht zu meinen Hobbys zählt, aber zu denen meines Mannes. Die Grillqualität ist auch dort wirklich sehr gut. Bin auf weitere Tests von Dir gespannt. VG gaby
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