Auf dieser Seite möchte ich nicht über die lange Geschichte und den Sinn von Blindenführhunden berichten, denn dazu gibt es genauso wie auch zu den Blindenstöcken bereits viele andere Internetseiten, ich möchte hier darüber berichten warum ich mich dazu entschieden habe mir einen Solchen zuzulegen.

 

Bereits vor einigen Jahren habe ich kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt mir einen Blindenhund zuzulegen jedoch da ich zu dieser Zeit noch im BFW-Würzburg war und so nicht viele komplizierte Wege Tag täglich zu beschreiten hatte habe ich diesen Gedanken schnell wieder verworfen und mich dafür entschieden doch noch eine Weile zu warten bis ich irgendwann einen Job habe wo ich mir sicher sein kann das niemand von meinen Kollegen und Vorgesetzten etwas dagegen hat wenn ich einen solchen habe. Als ich dann im Oktober 2010 mein Praktikum bei der MDC Power begonnen habe, bereute ich diese Entscheidung sehr schnell denn das Firmengelände ist nicht gerade sehr blindengerecht aufgebaut und ich benötigte sehr viel Zeit und Mühe um mir markante Punkte zu suchen an denen ich mich orientieren konnte um alle meine Wege die ich jeden Tag gehen musste auch ohne Hilfe laufen zu können. Leider hat dies recht lange gedauert und als ich dann endlich alle meine Wege im Kopf hatte fing es an und wurde Winter. Wie sich sicher jeder denken kann waren so dann plötzlich meine gesamten Orientierungspunkte wie vom Winde verweht und ich konnte es tag täglich aufs neue probieren mir neue Punkte zur Orientierung zu suchen, es hat nichts geholfen denn am kommenden Tag waren diese Punkte wieder weg und ich war auf die Hilfe von anderen Personen angewiesen. Dies war selbstverständlich nicht gerade sehr positiv für mein Selbstvertrauen und hat mich sehr genervt, jedoch was wollte ich machen es war nun einmal so wie es ist. Zu dieser Zeit entschied ich mich dazu mir einen Blindenführhund zuzulegen und informierte mich darüber wo es in meiner Gegend gute Blindenführhundeschulen gibt und was ich unternehmen muss damit ich einen solchen bekommen könnte. Nachdem ich mir alle diese Informationen eingeholt habe nahm ich Kontakt zu einer Blindenführhundeschule auf. Dies war jedoch auch die Zeit in der mir mein Vorgesetzter bei der MDC power mitteilte das ich leider nach dem Ende des Praktikums nicht übernommen werden kann denn es ist leider keine freie Stelle vorhanden die ich besetzen könnte. Dies fand ich sehr schade da mir die Arbeit viel Spaß gemacht hatte und ich deshalb die Hoffnung hatte vielleicht da bleiben zu können. Nach dieser Info legte ich das Projekt Blindenführhund wieder auf Eis und entschloss mich dazu doch so wie vorher bereits geplant lieber damit zu warten bis ich einen Job gefunden habe. Da ich jedoch feststellen musste das ich nicht so leicht wie erhofft einen Job finde habe ich mich ende des vergangenen Jahres dazu entschlossen den Plan zu ändern und lieber erst einen Hund zu beantragen und versuchen Parallel einen Job zu bekommen. So habe ich mir ende Februar ein Rezept für einen solchen Hund von meiner Ärztin ausstellen lassen und Kontakt zu der Blindenhundeschule die ich mir nach reiflicher Überlegung und durch viele Gespräche mit unterschiedlichen Personen herausgesucht habe aufgenommen. Im April war es dann endlich soweit und ich traf mich mit den beiden Blindenführhunde Lehrern dieser Blindenhundeschule zu einem sehr Informativen und auch angenehmen Gespräch. Weiterhin durfte ich auch eine kleine Runde mit einem Blindenführhund drehen mit dem die beiden an diesem Tag unterschiedliche Dinge trainiert hatten, im Anschluss daran unterhielten wir uns noch kurz über meinen Eindruck und ich übergab ihnen direkt mein Rezept damit ich so schnell wie möglich die Vorteile eines solchen Hundes nutzen kann.

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